Warum nur?

In den vergangenen Tagen konnten wir eine Stellungnahme des Parteivorsitzenden der NPD über den Wahlausgang in NRW lesen. Einmal mehr, wie so oft schon in all den Jahren zuvor, fragt man sich: Warum eine sogenannte „nationale“ Partei, angesichts der schweren politischen Lage in Deutschland keine Erfolge einfährt?

Neben den üblichen Danksagungen an all die Helfer und Helfershelfer, also die Wahlkämpfer, Unterstützer und natürlich die Wähler, folgten, wie jedesmal nach solchen Wahlausgängen, nichtssagende Worte! Es wird darüber spekuliert und gerätselt, warum? Eine wirkliche Antwort jedoch können uns die selbsternannten politikfähigen Nationaldemokraten natürlich nicht geben.

Ein eigenes Versagen oder eigene Unzulänglichkeiten werden mit der üblichen demokratischen Ignoranz gar nicht erst in Betracht gezogen. Vielmehr gibt man wie jedesmal anderen die Schuld.

So schreibt Udo Voigt:
„Andererseits bestimmen nicht wir das Bild unserer Partei – übrigens genauso wenig, wie dies Pro, REP oder DVU tun können – sondern die Medien. 65 Jahre Umerziehung, geistige und politische Verblödung sowie die daraus resultierende Unfähigkeit vieler Bürger, handeln und verändern zu wollen, lähmen unser Volk.“

Wie kann man denn allen Ernstes behaupten, dass die jeweiligen Vertreter einer Partei, nicht das Bild dieser repräsentieren, sondern alles von den Medien bestimmt wird und Deutsche obendrein als unfähige Bürger bezeichnen. Dass die Medien eine gewisse Macht besitzen und zweifelsfrei Meinungsmacher in diesem Land sind, steht völlig außer Frage. Jedoch Deutsche, die einer so widersprüchlichen Partei kein Vertrauen schenken, sollte man nicht als unfähig bezeichnen.

Vielmehr sollten wir den Umstand der Wahlresignation nutzen. Denn immerhin scheinen die meisten endlich begriffen zu haben, dass die Demokraten mit ihrem Wahlzirkus nichts verändern, sondern, dass eher darin der Fehler zu suchen ist. Was die Presse betrifft, stammen doch die besten Steilvorlagen für die Systemmedien von der NPD selbst. Das Versagen der Parteiführung sollte hier als Beispiel ausreichen! Fehler sind innerhalb von mehr als 40 Jahren wohl genug gemacht worden!

Niemals aber wurde ernsthaft darüber nachgedacht, Fehler bei sich selbst zu suchen. Wenn Udo Voigt nun sinngemäß schreibt, nicht wir bestimmen das Bild dieser Partei im Volk, sondern ausschließlich die Systemmedien, dann macht er es sich doch ziemlich einfach. Könnte doch die Presse berichten was sie wollte, wenn das Volk nur glauben daran hätte, dass hinter dieser Partei der tiefe Wille zur Überwindung dieses Systems steht.

Wenn die Parteiführung einen tatsächlichen Widerstand repräsentieren würde und nicht vor lauter Anpassung, selbst zu jenen werden würde, die sie sonst mit vollem Eifer kritisieren. Versuchen sie doch einzig mit dem Wort, wie all die anderen Demokraten auch, zu überzeugen, nicht aber durch die Tat. Das Wort allein ist aber nichts als eine leere Phrase. Zudem versucht man sich dem politischen Zeitgeist anzupassen, anstatt sich ihm entgegen zustellen.

Eine Partei, deren Führung am Mehrheitswillen erkrankt ist, kann ihre innere Struktur niemals einheitlich gestalten und kann somit niemals einen einheitlichen Willen besitzen, geschweige denn eine einheitliche Ausrichtung vorgeben! Somit kann sie nach außen hin auch nur widersprüchlich wahrgenommen werden. Wer widersprüchlich politisch handelt, kann auch keine Anhänger für sich gewinnen. Schon allein darin liegt ein wesentlicher Fehler.

Weiter schreibt er:
„Nur die NPD versucht dies seit nunmehr über vierzig Jahren ernsthaft. Sie wird dies auch weiterhin tun.“

Wenn aber eine Partei nach 40 Jahren nicht in der Lage ist, sich selbst repräsentieren zu können, dann sollten sich die Parteiangehörigen einmal mehr fragen, wie politikfähig sie eigentlich sind!

„Würde unsere Partei in den Medien genauso vorteilhaft behandelt, wie die umbenannte SED – die Linkspartei – wäre ein Erfolg der NPD garantiert.“

Selbst wenn die Medien vorteilhaft über die NPD schreiben würden, bleibt doch die Führung der Partei die Selbe! Jene die jahrelang durch Versagen geglänzt haben, würden weiterhin dem Wahn der Demokraten verfallen, von Wahlkampf zu Wahlkampf kriechen. Denn letzten Endes sind es die Parteiangehörigen selbst, die das Bild dieser Partei widerspiegeln und nichts anderes.

Die drei Buchstaben allein haben nicht versagt, sondern jene, die sie sich zu Eigen gemacht haben. Selbst eine Partei kann immer nur so erfolgreich sein, wie es die Persönlichkeiten an der Spitze dieser Partei sind. Wenn sie durch Persönlichkeit und Tat nicht überzeugen können, dann nützen auch all die Wahlhelfer nichts.

Wenn man das nicht erkennt und das Spiel der Herrschenden mitspielt, braucht man sich nicht wundern, selbst ihrer Ideologie aufgesessen zu sein!