Anwerbeversuch in Teltow

Heute, 7. Oktober 2009, kurz vor 14 Uhr, ich bereite gerade mein Mittagessen zu. Es klingelt. Ein Mann, ca. 1,80 m groß, Statur normal bis dünn, ca. 50-60 Jahre alt, graue kurze Haare, auf der Stirn kaum noch, grauer Bart rund um den Mund und insgesamt schlecht rasiert und eher ungepflegt, mit leicht dreckigen blauen Jeans und so einer hellen Weste mit vielen Taschen, wie sie Wanderer oft tragen, steht vor der Tür, in der einen Hand einen Kaffee, in der anderen ein Hörnchen vom Bäcker des nahen Einkaufszentrums, wo er vermutlich geparkt hat, damit ich sein Auto nicht sehe.

Er: Herr …?
Ich: Ja?
Er: Entschuldigen Sie... ich hatte Hunger...[er deutet auf die Dinge in seinen Händen und isst etwas vom Hörnchen]...ich komme vom Innenministerium.
Ich: Aha. Was wollen Sie?
Er: [sehr freundlich, väterlich] Ich würde mich gern mit Ihnen unterhalten, Sie machen doch Musik? Wir könnten zusammenarbeiten... also auch in Zukunft, beruflich... Sie sind doch noch ein junger Mann.
Ich: Da hab ich kein Interesse.
Er: Hmm aber denken Sie mal an Ihre Zukunft. Sie studieren doch?
Ich: Ich möchte nicht mit Ihnen sprechen, essen Sie mal Ihr Hörnchen auf und fahren Sie wieder nach Hause.
Er: [unfreundlich, bestimmt] Was ich mache und was nicht, das bestimme ich.
Ich: Ja ist mir klar, auf Wiedersehen [ich schließe die Haustür, die aber schon offen war, als ich in den Flur kam].
Er: [lächelnd mit drohendem Unterton] Aber denken Sie daran, wir haben uns im Auge! [noch während ich die Tür schließe]
Ich: [lachend] Das ist mir bewusst.

Das Ganze dauerte nur ein paar Sekunden und der Wortlaut dürfte exakt stimmen.